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Im Zeichen der Dopingprävention

29.05.2019

Frühzeitig hinschauen und präventiv agieren
Frühzeitig hinschauen und präventiv agieren

Zeitgleich mit dem Einsteiger*innen-Seminar für Juniorbotschafter*innen für Dopingprävention überraschte der ehemalige deutsche Radprofi Danilo Hondo mit seinem öffentlichen Geständnis über Blutdoping im Jahre 2011. Das Interview vom 12. Mai 2019 mit dem ARD-Anti-Dopingexperten Hajo Seppelt verdeutliche ein weiteres Mal, wie wichtig es sei, frühzeitig im Kindes- und Jugendalter über Dopingprävention informiert und aufgeklärt zu werden, um als Sportler*in stark genug zu sein, der Versuchung zu widerstehen, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Sportjugend (dsj). „Dafür steht die aufklärende Arbeit der dsj mit dem Anspruch, eine Führungsrolle für Dopingprävention in den Strukturen des deutschen Sports einzunehmen“, sagte der 1. dsj-Vorsitzende Jan Holze.

Das Konzept der dsj-Juniorbotschafter*innen für Dopingprävention kennenlernen und gemein-sam die Grundlagen des Themas erarbeiten – dazu kamen 14 interessierte junge Engagierte aus zwölf Sportverbänden und zwei Sportvereinen vom 10. bis 12. Mai 2019 in der Jugendherberge in Mannheim zusammen. Die meisten waren zum ersten Mal bei einem dieser Seminare. Das Treffen wurde von den Dopingpräventions-Experten Professor Gerhard Treutlein vom Zentrum für Dopingprävention in Heidelberg und „dsj academy“-Referent Dirk Kilian von der Hochschule Darmstadt geleitet.

Zum Einstieg stellten Peter Lautenbach und Jörg Becker von der dsj die Dachorganisation des Kinder- und Jugendsports, die Einbettung des Themas Dopingprävention in die Arbeit der dsj sowie die zur Verfügung stehenden Materialien und Medien vor. Anschließend erläuterte Profes-sor Treutlein die Entwicklung von Dopingmentalität.

Am Samstagmorgen diskutierten die Teilnehmenden in Kleingruppen intensiv und kontrovers mit je zwei Parteien, die für beziehungsweise gegen die Freigabe von Doping standen, unter dem Motto „Problembewusstsein schaffen und Argumentieren lernen“. Im weiteren Verlauf des Vor-mittags gab Dr. Christian Wachsmuth vom DOSB-Ressort Wissenschaftsmanagement einen detaillierten Einblick in die Abläufe der Arbeitsprozesse des DOSB im Zusammenhang mit der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA). Das umfasste allen voran die Methoden wie Dopingkon-trollen, die darauffolgende Analyse, Blut- und Urinkontrollen sowie Informationen rund um die verbotenen Substanzen.

Die Mitbegründerin des Laufs gegen Doping beim Mannheimer Dämmer Marathon, Helen Diederichs, vermittelte am Nachmittag Grundlagenwissen zu Nahrungsergänzungs- und Schmerzmitteln und schilderte, wie gesunde Ernährung und Lebensweise den vielfach aus Bequemlichkeit getätigten Griff zu künstlichen Substitutionen vermeiden kann. Denn der sei oft der erste Schritt zur Entwicklung einer Dopingmentalität.

Zum Themenspektrum gehörten auch die öffentliche Wahrnehmung und die Medienberichterstat-tung zu Doping. Hier berichtete Andreas Strepenik, Sportredakteur der Badischen Zeitung in Freiburg, über seine journalistischen Tätigkeiten in diesem Feld und die damit verbundenen beruflichen wie persönlichen Schwierigkeiten und Risiken. Henner Misersky gab als ehemaliger Leitungssportler und Trainer einen tiefen Einblick in das systematische Doping im Sport der DDR. Er machte deutlich, dass zwar immer der Druck „von oben“ bestand habe, sich diesem System zu unterwerfen, eine Verweigerung, wenn auch unter Verlust der für Leistungssportler* innen üblichen Privilegien, aber auch jederzeit möglich gewesen sei.

Am Samstagabend stand zudem der Besuch des Mannheimer Dämmer Marathons auf dem Plan. „Wir laufen ohne – und ihr?“, so lautet das seit 2013 von zwei ehemaligen dsj-Juniorbotschafterinnen eingeführte und nun von Laura Blaschke und Sarah Schmidt fortgeführte Motto der Anti-Doping-Kampagne einer großen Gruppe von jungen und älteren Engagierten der Universität und des Uniklinikums Mannheim. Die rund 300 Engagierten traten während des Marathons für einen dopingfreien Sport ein. Alle Seminar-Teilnehmer*innen waren eingeladen, sich aktiv einzubringen, und konnten mit Flyern und Infos Besucher*innen wie Teilnehmende über die Gefahren eines Medikamentenmissbrauchs aufklären, der oft auch im Freizeitsport auftritt.

Die am Abend gemachten Erfahrungen wurden am nächsten Tag gemeinsam reflektiert. An-schließend bekamen die Teilnehmenden die Aufgabe, mögliche Aktionen zur Dopingprävention zu entwickeln. Dabei wurden in mehreren Kleingruppen spannende Projekte in unterschiedlichen Settings wie dem Verein, der Schule, dem Landes- bzw. Bundesverband oder auch einem Fitnessstudio erarbeitet, aus denen alle spannende Anregungen mitnehmen konnten.

In Mannheim sei deutlich geworden, dass auch Neueinsteiger*innen nach zwei intensiven Seminartagen schon voll im Thema stecken, erklärte die dsj. Viele seien mit dem Vorsatz nach Hause gefahren, nun selbst in ihren Sportverbänden oder -vereinen zum Thema Dopingprävention als Juniorbotschafter*in aktiv zu werden und sich für einen dopingfreien Sport einzusetzen.

Mehr Informationen gibt es online

Quelle:
DOSB I Presse, Der Artikel- und Informationsdienst des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Nr. 22, 28. Mai 2019

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